Steuerung - Heizerfahrung Splitklima

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Steuerung

Steuerung einer Luft/Luft-Wärmepumpe in Kombination mit einer Gasheizung

Zu Beginn meiner Umstellung auf eine Kombination aus Luft/Luft-Wärmepumpe und bestehender Gasheizung befand ich mich ganz klar in einer längeren Test- und Beobachtungsphase. Für mich war schnell klar, dass es keine fertige Lösung gibt, sondern dass ich ein System entwickeln muss, das zu unserem Haus, unserem Alltag und unserem persönlichen Verhalten passt. Die zentrale Frage war dabei von Anfang an, wann ich die Gasheizung nutze und wann die Split-Klimaanlagen zum Einsatz kommen und ob es sinnvoll ist, einzelne Geräte oder alle gleichzeitig laufen zu lassen.

Da unsere Gasheizung erst etwa neun Jahre alt ist, kam ein kompletter Austausch für mich nicht infrage. Mein Ziel war es vielmehr, die vorhandene Technik sinnvoll weiter zu nutzen und gleichzeitig den Energieverbrauch deutlich zu reduzieren. Deshalb habe ich mich Schritt für Schritt an eine Hybridlösung herangetastet und mich zunächst stark an unseren bisherigen Gewohnheiten orientiert.

Besonders wichtig war dabei der morgendliche Wärmebedarf, da das Haus über Nacht leicht auskühlt und man morgens schnell eine angenehme Temperatur erreichen möchte. Unsere Aufstehzeiten liegen – je nach Wochentag – zwischen 4:30 Uhr und 6:15 Uhr. Daraus entstand die Überlegung, die Gasheizung gezielt genau dann einzusetzen, wenn sie ihre Stärke ausspielen kann, nämlich schnell Wärme zu liefern. Ich habe daher begonnen, die Gasheizung etwa eine halbe Stunde vor dem Aufstehen starten zu lassen und anschließend beobachtet, wann die gewünschte Grundwärme im Haus erreicht ist.

Daraus haben sich feste Gaszeiten ergeben, die sich im Alltag sehr gut bewährt haben:
Sonntag bis Dienstag läuft die Gasheizung von 5:45 Uhr bis 7:30 Uhr, und von Mittwoch bis Samstag von 4:00 Uhr bis 7:00 Uhr. In dieser Zeit wird gezielt die Grundwärme aufgebaut, sodass das Haus angenehm temperiert in den Tag startet. Die Steuerung erfolgt bequem per PC oder Handy direkt über die Brennwerttherme, wodurch sich Änderungen schnell und einfach umsetzen lassen.

Im nächsten Schritt habe ich mich intensiv damit beschäftigt, wie sich die Wärme im Haus über den Tag verhält und wie schnell die Temperatur wieder abfällt. Dabei habe ich festgestellt, dass der Temperaturverlust – abhängig von der Außentemperatur – bei etwa 0,3 bis 1,0 Grad innerhalb mehrerer Stunden liegt. Diese Erkenntnis war entscheidend für die Planung der weiteren Heizphasen mit der Luft/Luft-Wärmepumpe.

Nach längerer Beobachtung unseres Tagesablaufs habe ich mich dafür entschieden, die Haupt-Split-Klimaanlagen ab etwa 10:00 Uhr einzusetzen. Anfangs habe ich sie durchgehend bis zum Abend laufen lassen. Durch die Möglichkeit, den Stromverbrauch jeder Inneneinheit zu überwachen, ist mir jedoch aufgefallen, dass die Anlagen bei Außentemperaturen um +4 Grad zunächst konstant laufen, später aber anfangen zu takten. Das bedeutet, sie regeln ihre Leistung herunter und wieder hoch, weil die gewünschte Raumtemperatur bereits erreicht oder sogar überschritten ist. Teilweise lag die Innentemperatur dann schon über 22 Grad, obwohl 21 Grad eingestellt waren. Bei Minusgraden hingegen laufen die Anlagen deutlich gleichmäßiger im Teillastbetrieb durch.

Alle Split-Klimaanlagen laufen bei mir im Automatikmodus mit einer Einstellung von 21 Grad. Im Alltag sind die Geräte kaum wahrnehmbar. Der Luftstrom ist gelegentlich spürbar, aber nicht unangenehm. Im Gegenteil, die Wärme wird sehr gleichmäßig verteilt, und das gesamte Haus fühlt sich deutlich angenehmer und wärmer an als früher mit der reinen Gasheizung. Obwohl die tatsächliche Raumtemperatur meist nur zwischen 21 und 22 Grad liegt, wirkt das Raumklima insgesamt deutlich ausgeglichener.

Auf Basis meiner Beobachtungen habe ich mich schließlich gegen einen durchgehenden Betrieb entschieden und stattdessen feste Heizfenster für die Split-Klimaanlagen definiert. Tagsüber laufen diese von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr. Da die Außentemperaturen am späten Nachmittag wieder sinken, habe ich zusätzlich ein weiteres Heizfenster von 17:00 Uhr bis 19:30 Uhr eingeführt. Diese Aufteilung hat sich für unseren Alltag als sehr sinnvoll erwiesen.

Dass die Heizzeit am Abend nicht länger gewählt ist, hat einfache Gründe aus unserem täglichen Leben. Meine Frau geht in der Regel zwischen 20:00 und 20:30 Uhr schlafen, und ich halte mich abends hauptsächlich im Büro auf. Dort entsteht durch die vorhandenen Geräte bereits ausreichend Wärme. Zusätzlich ist der Temperaturverlust über Nacht relativ gering, sodass das Haus bis zum nächsten Morgen nicht stark auskühlt.

Die Steuerung der Split-Klimaanlagen erfolgt über MelCloud Home sowie teilweise über Smartset von Wolf. Beide Systeme ermöglichen eine komfortable Bedienung sowohl am PC als auch per App auf dem Smartphone. Zwei zusätzliche Split-Klimageräte dienen aktuell als Backup und werden bei sehr kalten Temperaturen manuell zugeschaltet. Die vorhandenen Decken-Infrarotheizungen wurden bisher noch nicht benötigt.

Zur Kontrolle meines Energieverbrauchs nutze ich Systeme wie myStrom für den Stromverbrauch und gasGuard für den Gasverbrauch. Dadurch habe ich jederzeit einen guten Überblick und kann schnell eingreifen, wenn sich Werte anders entwickeln als geplant.

Für diesen Winter gehe ich nach meinen bisherigen Erfahrungen von einer Einsparung der Energiekosten von etwa 40 bis 44 Prozent aus. Für den nächsten Winter plane ich, die Nutzung der Gasheizung weiter zu reduzieren und möglichst vollständig durch die Split-Klimaanlagen zu ersetzen. Zusätzlich sollen dann auch die beiden Backup-Klimageräte automatisch mitlaufen, und bei Bedarf sollen auch die Decken-Infrarotheizungen zum Einsatz kommen. Nach meinen Berechnungen wäre so eine Einsparung von bis zu 50 Prozent möglich. Langfristig soll die Gasheizung nur noch für die Warmwasserbereitung und als Backup dienen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Kombination aus Luft/Luft-Wärmepumpe und Gasheizung sehr gut funktioniert, wenn man bereit ist, sich am Anfang intensiv damit zu beschäftigen. Mit der Zeit entwickelt man ein gutes Gefühl für das Zusammenspiel der Systeme. Das Ergebnis ist eine flexible, effiziente und alltagstaugliche Lösung, die nicht nur Energie spart, sondern auch den Wohnkomfort spürbar verbessert. (Autor uwe Schöne)

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