Sommer - Heizerfahrung Splitklima

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Sommer

Das perfekte Zusammenspiel von Luft-Luft-Wärmepumpe und Balkonsolar bei sommerlicher Hitze

Stand: Ende Juni 2026
Wenn die Temperaturen Ende Juni die ersten echten Hitzetage des Jahres mit sich bringen, zeigt sich die wahre Vielseitigkeit einer modernen Luft-Luft-Wärmepumpe (Split-Klimaanlage) in Kombination mit einer Balkonsolaranlage (Steckersolargerät). Während viele Eigenheimbesitzer im Sommer mit der Hitze kämpfen oder sich über ungenutzte Solarerträge ärgern,
lässt sich durch eine kluge Steuerung ein echter Komfortgewinn erzielen – und das nahezu zum Nulltarif.

Die Ausgangslage: Natürlicher Schatten und ungenutzter Solarstrom

In unserem Haus hält sich die Wärme dank der hervorragenden natürlichen Verschattung durch unsere großen Eichenbäume ohnehin in Grenzen. Im Erdgeschoss bleibt es angenehm kühl, und auch im Obergeschoss waren die Temperaturen für meine Frau noch absolut behaglich, während es für mein Empfinden gerade noch so an der Grenze war.

Das eigentliche „Luxusproblem“ zeigte sich jedoch auf dem Stromzähler: Ab ca. 09:30 Uhr morgens trifft die Sonne in einem optimalen Winkel auf unsere Solarpaneele. In der Spitze erzeugt die Balkonsolaranlage solide 600 Watt. Da unsere normale Grundlast im Haus jedoch nur bei etwa 150 bis 200 Watt liegt, entstand ein deutlicher Überschuss von rund 400 Watt. Ohne einen passenden Abnehmer würde dieser wertvolle Strom unvergütet ins öffentliche Netz fließen – man schenkt dem Netzbetreiber also bares Geld.

Die logische Konsequenz: Der überschüssige Strom muss genau dann im eigenen Haushalt verbraucht werden, wenn er erzeugt wird. Und was eignet sich dafür im Sommer besser, als das Obergeschoss gezielt herunterzukühlen?

Die Herausforderung: Das Einpendeln der optimalen Leistung

Das Ziel war klar: Die Klimaanlage im Obergeschoss sollte so eingestellt werden, dass ihre Leistungsaufnahme möglichst exakt den Solarüberschuss von ca. 400 Watt abdeckt. Es hat insgesamt zwei Tage Feinarbeit und Ausprobieren gekostet, bis das System perfekt einjustiert war.

Das Regelverhalten der Anlage – bestehend aus einer Außeneinheit und den beiden Inneneinheiten im Flur – läuft nun wie folgt ab:

  1. Die Startphase: Direkt nach dem Einschalten fahren die Geräte zunächst hoch und ziehen rund 900 Watt. Auf diesem Niveau verweilen sie eine Zeit lang, um die erste Kühllast zu bewältigen.
  2. Die Modulationsphase: Sobald die erste Raumwärme abgeführt ist, regelt die Inverter-Technologie die Leistung langsam und kontinuierlich nach unten.
  3. Der Dauerbetrieb: Nach der Einlaufphase pendelt sich die Leistungsaufnahme dauerhaft zwischen 300 und 400 Watt ein. Damit trifft sie exakt den Punkt unseres Solarüberschusses.

Das Ergebnis: Komfortgewinn zum Nulltarif

Die Innentemperatur in den oberen Räumen wird durch diesen Betrieb konstant um 2 bis 2,5 Grad unter die normale Raumtemperatur abgesenkt. Das klingt im ersten Moment nach wenig, sorgt aber für ein spürbar kühleres, angenehmes und entfeuchtetes Raumklima in der gesamten oberen Etage.

Dieses solare Kühlfenster lässt sich optimal nutzen:

Von 09:30 bis 15:30 Uhr läuft die obere Anlage komplett optimiert und fängt den Peak der Solaranlage perfekt ab. Das Obergeschoss wird somit gut 6 Stunden lang fast gratis heruntergekühlt.

Ab 15:30 Uhr wandert die Sonne weiter, und unsere Eichenbäume beginnen, die Solarpaneele zu verschatten. Die Solarleistung bricht dann auf etwa 100 bis 200 Watt ein. Da dies nicht mehr ausreicht, um den Bedarf der Wärmepumpe zu decken, schaltet sich die Anlage zu diesem Zeitpunkt planmäßig ab.

Sollte es an extremen Tagen auch abends noch einmal sehr drückend im Haus werden, schalten wir die Anlage flexibel wieder ein. In diesen Stunden beziehen wir dann zwar kostenpflichtigen Strom aus dem Netz, aber diesen Komfort gönnen wir uns in unserem Zuhause einfach.

Fazit: Das ganze Jahr im Einsatz

Die Erfahrung an diesen heißen Junitagen bestätigt uns erneut, dass die Entscheidung für eine Luft-Luft-Wärmepumpe absolut richtig war. Im Gegensatz zu klassischen Heizsystemen, die im Sommer ungenutzt im Keller stehen, haben wir hier eine echte Ganzjahreslösung: Im Winter sorgt das System für effiziente und schnelle Wärme, im Sommer für eine hocheffektive Kühlung.

In Kombination mit einer kleinen Balkonsolaranlage wird die Kühlung im Sommer zum cleveren Nulltarif-Projekt. Es ist ein großartiges Gefühl, den eigenen, sauberen Strom direkt in spürbare Lebensqualität umzusetzen, anstatt ihn zu verschenken. (Autor Uwe Schöne)


Uwe Schöne
26215 Wiefelstede
Telefon: +49 (0) 4402 - 98 93 97
Email : splitklima@ewe.net
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