HomePro - Heizerfahrung Splitklima

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Die Qual der Wahl: Kosten, Technik und der Teufel im Detail

Die Entscheidung zwischen Homey Pro und Home Assistant war alles andere als einfach. Auf den ersten Blick schien das Pendel ganz klar in eine Richtung auszuschlagen – primär aus Kostengründen. Die Hardware-Zentrale „Home Assistant Green“ schlägt inklusive des fertigen Betriebssystems mit rund 190 Euro zu Buche. Der Homey Pro 2026 hingegen bei knapp 400 Euro. Ein Preisunterschied von immerhin 200 Euro ist ein handfestes Argument.

Auch die berüchtigte, sehr intensive Einarbeitungszeit von Home Assistant schreckte mich nicht ab. Zeit habe ich, das nötige Fachwissen hoffentlich auch, und wenn ich etwas nicht sofort verstehe, kann ich mich extrem festbeißen, bis die Sache läuft. Gepaart mit den beeindruckenden Berichten darüber, was mit Home Assistant alles möglich ist, sprach zunächst vieles für die Open-Source-Lösung. Homey Pro schien zwar teurer, dafür aber simpler, vieles funktioniert selbsterklärend und bringt ab Werk bereits viele Widgets für das Dashboard mit. Dennoch lässt sich auch bei Homey inzwischen, genau wie bei Home Assistant, ein pixelgenaues, eigenes Dashboard zusammenbauen.

Um das perfekte System für unser Haus zu finden, blendete ich das Geld erst einmal aus und prüfte die harte Realität: Welche unserer fast 100 Geräte lassen sich worüber einbinden?

Das Ergebnis war ein echter Krimi:

Der Bluetti-Stromspeicher: Hier stießen beide Systeme an ihre Grenzen. Da der Speicher nur direkt oder via Bluetooth abgefragt werden kann, ist eine einfache Einbindung knifflig. Das war mir jedoch vorher klar und ist zweitrangig, da ich die tatsächliche Einspeisung ohnehin zuverlässig über myStrom erfassen kann.

GasGuard & Wolf Heizung: Die Auswertung unseres Gasverbrauchs über GasGuard funktionierte bei beiden Systemen nicht direkt. Unsere Wolf-Gasheizung wiederum ließ sich überhaupt nur über Home Assistant via Smartset ansprechen.

Bis zu diesem Punkt stand es also: Vorteil Home Assistant – es war günstiger und bot auf dem Papier die leicht bessere Geräteabdeckung. Doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail.

Der Wendepunkt: Die Wärmepumpen im Fokus

Der entscheidende Knackpunkt passierte bei der genaueren Überprüfung der Melcloud-App, in der all unsere Luft-Luft-Wärmepumpen eingebunden sind. Home Assistant bietet zwar eine Integration an, diese bezieht sich jedoch primär auf die alte Melcloud-Plattform. Unsere neueren Geräte laufen aber über die neue Melcloud Home App.

Hier bietet Home Assistant aktuell keine native Lösung, sondern nur komplexe Bastelanleitungen aus der Community. Eine davon sieht vor, in die Inneneinheiten der Wärmepumpen zusätzliche Hardware-Module einzubauen, um den Zugriff wiederherzustellen. Hätte ich jahrelange, tiefgreifende Erfahrung mit Home Assistant, wäre das vielleicht ein machbares Wochenendprojekt. Aber die Luft-Luft-Wärmepumpen stehen im absoluten Mittelpunkt unseres Energiekonzepts. Zusätzliche Module kosten nicht nur extra Geld – wodurch der Preisvorteil von Home Assistant sofort dahinschmilzt –, sondern es steht auch die Herstellergarantie der Neugeräte auf dem Spiel. Zudem bleibt das Risiko unklar, ob die Geräte danach überhaupt noch parallel in der offiziellen Melcloud Home App steuerbar geblieben wären.

Dazu kamen die Berichte aus den einschlägigen Foren: Viele Nutzer klagten darüber, dass nach größeren Home-Assistant-Updates plötzlich mühsam erstellte Automationen nicht mehr richtig liefen und repariert werden mussten. Bei fast 100 Geräten im Haus und unzähligen Verknüpfungen bedeutet das nicht nur beim ersten Einpflegen extrem viel Arbeit, sondern birgt auch im Alltag ein enormes Frustpotenzial. Bei Homey Pro hingegen gilt das System als absolut stabil; Updates laufen im Hintergrund und führen quasi nie zu Ausfällen im System. Der WAF (Wife Acceptance Factor) wäre bei einem Systemausfall nach einem Update sofort im Keller gewesen.

Meine Tendenz schwenkte also schlagartig um: Weg von Home Assistant, hin zu Homey Pro.

Ein genialer Foren-Tipp und der Blick nach vorn

Mit dem Fokus auf Homey Pro löste sich auch mein Problem mit der Wolf-Heizung und GasGuard. In einem Forum stieß ich auf einen genialen und simplen Tipp: Da sich beide Systeme nicht direkt als Gerät in Homey integrieren lassen, bettet man sie einfach als sogenannten Web-Frame (iFrame) direkt in das Homey-Dashboard ein. Da beide Systeme eigene Weboberflächen besitzen, hat man so vom Tablet aus direkten Zugriff auf die originalen Ansichten und Steuerungen, ohne dass Homey die Daten im Hintergrund selbst verarbeiten muss. Problem elegant gelöst!

Da mein Geburtstag vor der Tür steht, steht das perfekte Geschenk fest: Ich lasse mir den Homey Pro schenken und steuere selbst den restlichen Betrag bei. Das Gerät wird in den nächsten Tagen geliefert. Bis es so weit ist, nutze ich die Zeit sinnvoll und erstelle bereits einen ausführlichen, theoretischen Leitfaden für die Einrichtung.

In den nächsten Tagen geht es hier also weiter mit der Praxis: Dem Unboxing, den ersten Schritten und dem eigentlichen Aufbau unseres zentralen Dashboards! (Autor Uwe Schöne)

Uwe Schöne
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