Berechnungen - Heizerfahrung Splitklima

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Berechnungen

Kostenvergleich: Heizen mit Gas vs. Split-Klimaanlagen

Seit Jahren heize ich mit Heizfenstern und habe dadurch meinen Gasverbrauch um etwa 2.000 bis 2.500 kWh pro Jahr reduziert. Allerdings merkt man den Unterschied sofort: Es fühlt sich kälter an, weil die Abstrahlwärme fehlt. Der Raum wird zwar theoretisch warm, aber die direkte Wärme, die man von Heizkörpern gewohnt ist, fehlt. Ohne Warmwasser liegt unser Gasverbrauch aktuell bei etwa 5.500 bis 6.000 kWh pro Jahr.

Für einen realistischen Vergleich mit meinen Split-Klimaanlagen musste ich meinen Gasverbrauch anpassen. Um das gleiche Komfortniveau wie mit den Klimageräten zu erreichen, komme ich auf rund 8.000 kWh Gas pro Jahr ohne Warmwasser. Diese Anpassung ist notwendig, weil die Gasheizung bisher eher in kurzen, intensiven Heizphasen läuft, während die Klimageräte länger laufen, die Wärme gleichmäßiger im Raum verteilen und dadurch ein angenehmeres Raumgefühl erzeugen.

Alle Berechnungen beziehen sich auf mein Haus: meine Dämmung, meine Temperaturverluste, mein Heizniveau, meine gewünschte Raumtemperatur und meine Heizlast bei -10 Grad Außentemperatur. Das bedeutet, die Werte gelten individuell für mein Haus und können für andere Gebäude abweichen. Sie sollen nur einen Überblick geben, wie viel man mit Split-Klimaanlagen im Vergleich zu Gas sparen könnte.

Rechnen wir die Gasheizung einmal durch: 8.000 kWh multipliziert mit 9,75 Cent je kWh ergeben 780 Euro. Hinzu kommen CO₂-Abgaben und Netzentgelte, die im Jahr 2026 ungefähr 150 Euro betragen. Somit liegen die reinen Heizkosten bei etwa 930 Euro. Zusätzlich gibt es eine Grundgebühr von rund 240 Euro pro Jahr, die ohnehin anfällt, egal ob man heizt oder nur Warmwasser bereitet. Für den Vergleich mit Strom muss diese Grundgebühr nicht berücksichtigt werden.

Für die Split-Klimaanlagen habe ich den Stromverbrauch pro Stunde für das ganze Haus auf 0,71 kWh pro Stunde veranschlagt. Diese Zahl ergibt sich aus meinem bisherigen Verbrauch, den Backup-Geräten und einem kleinen Aufschlag, um den gesamten Heizbedarf des Hauses abzudecken. Bei einem Winter mit rund 2.000 Heizstunden ergibt das einen Stromverbrauch von etwa 1.420 kWh. Bei einem Preis von 25,59 Cent pro kWh für grünen Strom entstehen daraus Kosten von rund 363 Euro. Da der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt, fallen keine zusätzlichen CO₂-Kosten an, und die Grundgebühr für den Stromanschluss muss nicht berücksichtigt werden, da ich sie sowieso wegen des Hausstroms bezahlen muss.

Vergleicht man die Kosten: Gasheizung inklusive CO₂-Abgaben und Netzentgelte kostet rund 930 Euro, die Klimaanlagen 363 Euro – das entspricht einer Einsparung von etwa 567 Euro, also über 60 Prozent. Warum spreche ich trotzdem von 50 Prozent Ersparnis? Weil ich konservativ rechne: Es kann passieren, dass wir an besonders kalten Tagen länger heizen oder die Temperatur auf 22 oder 23 Grad erhöhen. Deshalb gehe ich eher von einem jährlichen Stromverbrauch von etwa 1.800 kWh aus, was dann eine realistische Einsparung von rund 50 Prozent gegenüber Gas ergibt.

Wenn man die Stromproduktion meiner Balkon- und Insel-Solaranlagen berücksichtigt, könnten theoretisch noch einmal etwa 800 kWh Netzstrom eingespart werden. Damit würden meine reinen Heizkosten auf theoretisch 160 Euro pro Jahr sinken. Der Solarbetrag bezieht sich dabei auf das gesamte Haus und dient dazu, den Bezug von Netzstrom zu reduzieren.

Mein Fazit: Wer sein Haus vollständig mit Split-Klimageräten heizt, kann mit gutem Gewissen von einer realistischen Einsparung von rund 50 Prozent bei den Heizkosten ausgehen. Gleichzeitig bleibt der Komfort hoch, da die Klimageräte über längere Stunden arbeiten, die Wärme gleichmäßig im Raum verteilen und dadurch ein angenehmeres Raumgefühl erzeugen. Zudem sorgt der Einsatz von grünem Strom für eine sehr niedrige CO₂-Belastung. Wer zusätzlich Solarenergie nutzt, kann die Kosten noch weiter reduzieren.

Hinweis: Alle genannten Daten und Berechnungen beziehen sich auf mein Haus mit meinen individuellen Werten. Sie sind nicht 1:1 auf andere Häuser übertragbar und sollen nur als Überblick dienen, wie viel man theoretisch mit Split-Klimaanlagen sparen kann. (Autor Uwe Schöne)
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